Risk Assesment Trainings - Survival Events - Sportevents

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09270013 160MÜNNERSTADT
MAIN POST vom 30.07.08
(Michael Petzold)

Organisierte Abenteuer für gestresste Manager

PAS-Team sucht in Münnerstadt neues Gelände für seine Überlebens-Camps
Liebliche Täler und bewaldete Hügel bietet die Gegend um Münnerstadt genug. Aber eignen sich die häufig unter Naturschutz stehenden Gebiete auch für echte Outdoor-Erlebnisse, wie sie das PAS-Team anbietet? Firmenchef Joachim von Hippel ist nämlich auf der Suche nach einem neuen Trainings-Gelände.

Bürgermeister Helmut Blank jedenfalls zeigt sich an der Sache sehr interessiert. „Wir werden die Behörden abklappern, ob so etwas möglich ist“, verspricht Blank nach dem gut einstündigen Gespräch mit von Hippel und Thomas Neumann, den der Chef als seine „rechte Hand“ vorstellt. Insbesondere wird Blank mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes und dem Wasserwirtschaftsamt Kontakt aufnehmen müssen.
Drei mögliche Gelände

Als mögliche Gelände kommen nämlich das Mürschter Tal, der Steinbruch oder aber auch das Gebiet rund um die Schlegelwarte in Frage. Probleme sieht von Hippel eigentlich nicht. „Wir greifen nicht in die Natur ein“, sagt er über den Charakter seiner mehrtägigen Sicherheits-Trainings für Journalisten, die in Kriegsgebiete reisen wollen oder die Survival-Camps mit Spaß und Herausforderungen für jedermann. Und da werden menschliche Bedürfnisse nicht hinter einem Busch erledigt, sondern auf der Dixie-Toilette.

Auf Münnerstadt gestoßen ist von Hippel, der erst vor drei Wochen seinen Firmensitz aus Ebern ins heimatliche Bad Kissingen verlegt hat, über den Unternehmensberater Robert Bauer. Der hat dann auch den Kontakt zu Blank hergestellt. Münnerstadt ist für von Hippel schon deswegen interessant, weil in der Kurstadt für seine Zwecke geeignete Gelände rar und auch schon vergeben sind, wie etwa die Fläche, auf der alle Jahre die Pro-Log-Messe stattfindet.

Die Vorteile für Münnerstadt musste der langjährige Bundeswehrsoldat und ausgebildete Rettungsassistent von Hippel nicht lange erklären. Seit er seine Firma 2003 gegründet hat, erfreuen sich seine Veranstaltungen, die er zunächst meist in der Nähe von Mellrichstadt durchgeführt hat, großer Beliebtheit in den Medien. Sogar Super-Nanny Katharina Saalfrank hat schon bei einem Erlebnis-Camp für einen verhaltensauffälligen Jungen mit ihm zusammengearbeitet.

Auch Günter Jauch von Stern-TV schickte einmal neun junge Frauen aus einem Sonnenstudio zu den natur- und erlebnispädagogisch ausgerichteten Camps. Eine gewisse, zudem kostenlose Medienpräsenz wäre der Stadt also sicher. Dass die jungen Frauen aber auf Anweisung des Fernsehteams, das sie begleitete, auch einmal Würmer essen sollten, verfolgt von Hippel immer noch ein wenig.
Keine Dschungelcamps

„Dschungel- und Ekel-Camps widerstreben uns enorm“, sagt er. Würmer oder anderes Getier, dass normalerweise nicht auf dem Speiseplan eines Mitteleuropäers steht, kommt jedenfalls auch nicht bei PAS ins Kochgeschirr, wobei der Firmenname für Power, Action, Survival steht. Dem Unterfranken von Hippel gehen die Anglizismen, mit denen seine Angebote umschrieben werden, zwar auch etwas gegen den Strich, die Mode will es aber so. Denn schließlich bevölkern neben Journalisten auch weltgewandte Manager seine Camps und ganze Gruppen erfolgreicher Versicherungsagenten feiern dort ihre Bonus-Punkte ab.

Deshalb hätte wohl auch die Mürschter Gastronomie etwas von den Veranstaltungen, denn neben der Bewältigung von vertrauens- und teamfördernden Aufgaben steht nicht selten auch eine große Sause auf dem Programm, zu der dann Essen geliefert werden muss. Und auch Übernachtungen werden gebucht, denn „Journalisten wollen im Hotel schlafen“, weiß von Hippel.

http://www.mainpost.de/lokales/bad-kissingen/Organisierte-Abenteuer-fuer-gestresste-Manager

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